Alle Fotos: Franz-Josef Kühlwetter
Projekt Baasemer Ermberg abgeschlossen: Sitzbänke am erneuerten Kreuz laden zum Verweilen ein
Nachdem das alte Kreuz auf dem Ermberg bereits am letzten Oktoberwochenende 2022 von der Ortsgruppe des Eifelvereins durch ein neues, aus langlebigem Lärchenholz erbautes Kreuz ersetzt wurde, konnte im Sommer 2024 das Projekt durch die Aufstellung von zwei Bänken abgeschlossen werden.
So wurde ein lukrativer Aussichtsplatz geschaffen, zu dem nach einer kleinen Wanderung die Sitzbänke zum Verweilen und den Rundum-Blick in die nahe Umgebung einladen. In die Rückenlehne der Bänke sind die Namen der Örtlichkeit eingefräst: Baasem (mit Blick auf Baasem) und Ermberg (mit Blick auf die Kalktriften neben der Bundesstraße).
Die NRW-Stiftung
... hat seinerzeit das Wald- und Naturschutzgebiet des Ermbergs erworben. Durch den Kontakt mit Professor Wolfgang Schumacher, der als langjähriges Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung den Flächenerwerb initierte, entstand bereits vor Jahren die Idee der Erneuerung des Kreuzes durch den Eifelverein.
Nachdem das alte Kreuz auf dem Ermberg bereits am letzten Oktoberwochenende 2022 von der Ortsgruppe des Eifelvereins durch ein neues, aus langlebigem Lärchenholz erbautes Kreuz ersetzt wurde, konnte im Sommer 2024 das Projekt durch die Aufstellung von zwei Bänken abgeschlossen werden.
So wurde ein lukrativer Aussichtsplatz geschaffen, zu dem nach einer kleinen Wanderung die Sitzbänke zum Verweilen und den Rundum-Blick in die nahe Umgebung einladen. In die Rückenlehne der Bänke sind die Namen der Örtlichkeit eingefräst: Baasem (mit Blick auf Baasem) und Ermberg (mit Blick auf die Kalktriften neben der Bundesstraße).
Die NRW-Stiftung
... hat seinerzeit das Wald- und Naturschutzgebiet des Ermbergs erworben. Durch den Kontakt mit Professor Wolfgang Schumacher, der als langjähriges Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung den Flächenerwerb initierte, entstand bereits vor Jahren die Idee der Erneuerung des Kreuzes durch den Eifelverein. Die Umsetzung stand wiederholt auf der Tagesordnung, konnte jedoch aufgrund verschiedener Umstände erst im Jahr 2022 gestartet werden: über den Gemeindeförster konnte uns Anfang 2022 ein Lärchenstamm zur Verfügung gestellt werden.
Das neue Kreuz
Der Transport des Holzstamms vom Lagerplatz im Wald zum Ermberg verzögerte sich durch ungünstige Wetter- und somit Wegeverhältnisse. Vor dem Aufstellen wurde das Holz des Lärchenstamms wurde geschliffen, zweimal gestrichen und fachmännisch durch stabile Verbindungen des Querbalkens vorbereitet. Mit Hilfe eines Krans wurde das neue Kreuz in die (noch vom alten Kreuz) vorhandene Metallstütze verankert.
Die Sitzbänke
... hat die NRW-Stiftung finanziert und auch dies ist durch den Kontakt mit Wolfgang Schumacher zustande gekommen, der bei seinen Ausflügen zum neuen Kreuz die Aussicht genossen hat, aber die Möglichkeit des Verweilens auf einer Bank vermisste. In einem letzten Telefonat vor seinem Tod im Oktober 2023 verabredeten wir noch, uns zu treffen, sobald die Bänke gefertigt, gestrichen und aufgestellt sind.
Die Geschichte des Kreuzes
Eine Familie aus der Limburger Gegend kam regelmäßig zu Verwandtenbesuch nach Baasem. Ein Spaziergang auf dem Ermberg mit seiner weiten Aussicht und dem Blick auf Baasem gehörte zum beliebten Ausflugsziel. Die Ehefrau des Familienvaters war damals schwer erkrankt und er versprach seinen Kindern, dass er bei wiederkehrender Gesundheit auf dem Ermberg als Zeichen der Dankbarkeit ein Kreuz errichten würde. Und so geschah es: Die Ehefrau wurde wieder gesund. Mit örtlichen Handwerkern wurde das Kreuz erbaut und auf dem Ermberg errichtet. Zeitlich war dies zu Beginn der 1950er Jahre, nach Erinnerung von Zeitzeugen könnte es das Jahr 1951 gewesen sein, in dem das Kreuz feierlich eingeweiht wurde.
In den 1980ern war das Holz bereits marode und musste erneuert werden. Seitdem hat das Holz des Kreuzes vier Jahrzehnte dem Eifel-Wetter getrotzt und jetzt war es Zeit für eine Erneuerung.
Der Berg
Der Ermberg war früher ein beliebter Treffpunkt, insbesondere der Jugend. Über einen Weg ging es aus dem Dorf auf den heute noch sichtbaren Serpentinen am Berghang hoch auf die Felsen und zum Kreuz. Beete dekorierten das Umfeld des Kreuzes.
NSG Ermberg
Das Gebiet rund um den Ermberg ist ein Naturschutzgebiet (NSG) und beherbergt viele seltene Pflanzenarten, die an kalkhaltige, trockene Böden angepasst sind. Markant sind die wieder sichtbaren Felsen. Der höchste Punkt des Ermbergs liegt 565 Meter über dem Meeresspiegel.
Recherche: Franz-Josef Kühlwetter
Die EifelStiftung übernahm die Kronenburger Landschaftspflege im Januar 2022
Seit 1999, also seit nunmehr 23 Jahren, hat sich unsere Eifelverein-Ortsgruppe die Landschaftspflege rund um den Burgort Kronenburg zur Aufgabe gemacht.
Die Abhänge waren im Mittelalter das Glacis, also die freie Fläche außerhalb der Stadtmauer, später wurden daraus bei Bedarf Gärten und Streuobstwiesen, die wieder verfielen, oder sogar Abfallkippen. Das brachliegende Gelände wurde zunehmend von Gebüschen und Bäumen erobert mit der Folge, dass Burgruine und Siedlung von umliegenden Aussichtspunkten und dem nahen Rundweg nicht mehr zu sehen waren.
Seit 1999, also seit nunmehr 23 Jahren, hat sich unsere Eifelverein-Ortsgruppe die Landschaftspflege rund um den Burgort Kronenburg zur Aufgabe gemacht.
Die Abhänge waren im Mittelalter das Glacis, also die freie Fläche außerhalb der Stadtmauer, später wurden daraus bei Bedarf Gärten und Streuobstwiesen, die wieder verfielen, oder sogar Abfallkippen. Das brachliegende Gelände wurde zunehmend von Gebüschen und Bäumen erobert mit der Folge, dass Burgruine und Siedlung von umliegenden Aussichtspunkten und dem nahen Rundweg nicht mehr zu sehen waren.
Die Gemeinde sah damals keine Möglichkeit, sich um die Flächen zu kümmern, aber sie unterstützte unsere Initiative. Wir hatten das Glück, dass die Landschaftspflege in Kronenburg gut zur Zielsetzung einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Arbeitsverwaltung passte, nämlich Jugendliche aus problematischen Verhältnissen landschaftspflegerisch und forstlich auszubilden. Ungefähr zwei Jahre lang arbeiteten 8 – 12 junge Männer, unter Anleitung eines Ausbilders und betreut von der Arbeiterwohlfahrt, in dem Gelände. Dichtes Gebüsch wurde entfernt, Bäume gefällt, Trockenmauern wieder aufgebaut, Zäune errichtet und neue Obstbäume gepflanzt.
Im Anschluss an diese ‚Grunderneuerung‘ galt es, das Erreichte zu bewahren. Dass dies 20 Jahre lang gelungen ist, verdanken wir unseren Vereinsmitgliedern, allen voran dem Ehepaar Hans und Husch Steffen in Kronenburg. Jahr für Jahr war vieles zu tun: unter anderem Freischneide- und Mäharbeiten, Obstbaumschnitt und –pflege, auch Zaunreparaturen, außerdem waren die Schafbeweidung, die Obsternte und z. B. auch Obstbaumschnittkurse zu organisieren. Unterstützung gab es regelmäßig von der Biologischen Station im Kreis Euskirchen und von der Unteren Landschaftsbehörde in der Kreisverwaltung, sowie von unserer Gemeindeverwaltung.
Weil nicht alles ehrenamtlich zu machen war, musste für Material und Arbeitseinsatz auch immer wieder Geld ausgegeben werden. Vielen Spendern aus Ort, Gemeinde und weit darüber hinaus sind wir deshalb sehr dankbar für die ca. 38.000 EUR, die uns im Laufe der Jahre in kleinen und größeren Beträgen anvertraut worden sind, und die wir sehr gebraucht haben!
Jetzt können unsere Vereinsmitglieder die vielfältige und auch anstrengende Arbeit mit zunehmendem Alter nicht mehr leisten, und wir sind daher sehr froh darüber, dass die EifelStiftung bereit ist, das gesamte Projekt ab sofort zu übernehmen und fortzuführen! Die Stiftung ist die Eigentümerin des Burghauses in Kronenburg, ihr gehört daher ein Anteil der zu pflegenden Flächen. Die Obsternte soll wie bisher unter Mitwirkung von interessierten Familien aus der Gemeinde erfolgen, wobei bestehende ‚Baumpatenschaften‘ erhalten bleiben. Die Biologische Station und die Untere Landschaftsbehörde bleiben engagiert und übernehmen in den nächsten 5 Jahren den Pflegeschnitt von ca. 130 alten und jungen Obstbäumen.
Für unseren Eifelverein ist die Mitwirkung an dieser wichtigen Projektarbeit, mit der wir sicherlich über Jahre einen wertvollen Beitrag zur Attraktivität des Burgortes leisten konnten, abgeschlossen. ‚Vielen herzlichen Dank‘ sagen wir all den Menschen, die uns privat oder beruflich dabei unterstützt und geholfen haben! Und ganz besonders danken wir der EifelStiftung für die Bereitschaft, in unserem Sinne weiterzumachen, verbunden mit der Bitte an alle, die Landschaftspflege rund um Kronenburg weiterhin mit Rat und Tat – und auch mit Spenden an die EifelStiftung – zu unterstützen! Laufende Informationen über das Projekt gibt es in Zukunft auf der im Aufbau befindlichen Webseite http://eifelstiftung.de/landschaftspflege-kronenburg .
Franz-Josef Kühlwetter, Vorstand Hans-Henning Steffen, Projekt Landschaftspflege Kronenburg
SternenBlick in Kronenburg
Der Naturpark Nordeifel hat mit zahlreichen regionalen Partnern das innovative touristische Projekt SternenLandschaft Eifel initiiert. Herausragende Erkundungsangebote in der Landschaft sind die insgesamt 10 SternenBlicke in der Eifel. Auf runden Plätzen sind Beobachtungselemente, Infotafeln und Sitzgelegenheiten für eine eigene Sternenbeobachtung zusammengestellt.
Der Naturpark Nordeifel hat mit zahlreichen regionalen Partnern das innovative touristische Projekt SternenLandschaft Eifel initiiert. Herausragende Erkundungsangebote in der Landschaft sind die insgesamt 10 SternenBlicke in der Eifel. Auf runden Plätzen sind Beobachtungselemente, Infotafeln und Sitzgelegenheiten für eine eigene Sternenbeobachtung zusammengestellt.
Oberhalb des historischen Burgortes Kronenburg auf einer Höhe von rund 600 Metern hat die Gemeinde Dahlem den SternenBlick „Sternenstaub“ eingerichtet (Parkplatz Friedhof Gerichtsstraße). Die verschiedenen Infotafeln informieren über den regionalen Blick auf den Sternenhimmel, erläutern die Bedeutung einer dunklen Nacht und die Sitz- und Liegegelegenheiten laden zum Verweilen ein.
Zum Weiterlesen die vollständige Veröffentlichung der Gemeinde Dahlem:
Der Naturpark Nordeifel hat mit zahlreichen regionalen Partnern das innovative touristische Projekt SternenLandschaft Eifel initiiert (www.sternenlandschaft-eifel.de).
Mit vielfältigen Maßnahmen in der NRW-Eifel wird den Menschen und den Gästen in der Region der erleuchtete Nachhimmel näher gebracht. Denn diesen Sternenhimmel kann man in der Eifel besonders gut beobachten, da die Umgebungsbeleuchtung geringer und die Luft relativ rein ist. In einer Sternenwarte und Sternenschule, mit Sternenführungen oder bei Sternengastgebern kann das spannende astronomische Thema erfahren werden.
Herausragende Erkundungsangebote in der Landschaft sind die insgesamt 10 SternenBlicke in der Eifel. Auf runden Plätzen sind Beobachtungselemente, Infotafeln und Sitzgelegenheiten für eine eigene Sternenbeobachtung zusammengestellt.
Oberhalb des historischen Burgortes Kronenburg auf einer Höhe von rund 600 Metern hat die Gemeinde Dahlem den SternenBlick „Sternenstaub“ eingerichtet.
Die verschiedenen Infotafeln informieren über die regionalen Blick auf den Sternenhimmel, erläutern die Bedeutung einer dunklen Nacht und die Sitz- und Liegegelegenheiten laden zum Verweilen ein.
Die SternenBlicke sind eine tolle Ergänzung für das Naturerlebnisangebot in der Region Nordeifel und tragen zum Verständnis um den Erhalt einer möglichst dunklen Nacht bei.
Der Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, Dominik Hosters, ergänzt, dass die Sternenblicke jederzeit frei zugänglich sind. Gleichzeitig lädt er dazu ein, die wertvolle Erfahrung gerne unter der fachkundigen Begleitung eines SternenGuides zu erleben. Tickets für diese begleiteten Touren können unter www.sternenlandschaft-eifel.de gebucht werden.
Zur Eröffnung war auch der Sternenexperte und Mitinitiator des Projektes, Harald Bardenhagen, in Kronenburg vor Ort und erläuterte den SternenBlick anhand der Informationselemente und den Sternenhimmel mit seinem Profi-Fernglas und vielen kleinen unterhaltsamen Geschichten.
Mit der Dämmerung zeigte sich über Kronenburg auch ein fast wolkenloser Sternenhimmel, der eine perfekte Kulisse für die Eröffnung war. Und neben den zahllosen Sternen und vielen Sternenbildern konnte auch die internationale Raumstation ISS im „Vorbeiflug“ verfolgt werden.
Bereits in dieser kleinen Eröffnungsveranstaltung konnten die Besucher sehen, welche Faszination und touristisches Potenzial von den SternenBlicken ausgeht.
Für Dahlems Bürgermeister Jan Lembach ist der SternenBlick eine kleine aber hochwertige Ergänzung zum touristischen Angebot in der Gemeinde Dahlem. „Bereits bei den Trekking-Plätzen, die seit einigen Jahren jeden Saison ausgebucht sind, sehen wir ein großes Interesse an außergewöhnlichen Erlebnissen. Da sind die SternenBlicke ein weiteres „Highlight“ der Tourismusregion Eifel“, freut sich Bürgermeister Jan Lembach.
Der Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, Dominik Hosters, ergänzt, dass die SternenBlicke jederzeit frei zugänglich sind. Gleichzeitig lädt er dazu ein, die wertvolle Erfahrung gerne unter der fachkundigen Begleitung eines SternenGuides zu erleben. Tickets für diese begleiteten Touren können unter www.sternenlandschaft-eifel.de gebucht werden."
https://www.erlebnis-region.de/a-sternenblick-dahlem-sternenstaub
Konrad Schubach Naturschutzpreis 2016
Hier geht es um den Erhalt und die Pflege der Streuobstwiesen, aber auch um die Verwertung der Obsternte und das Aussehen des Burgbergs.
Dafür gebührt unseren Mitgliedern Hans-Henning und Husch Steffen der Dank.
Diese Beiden sind der Kopf und der Motor dieses Projekts
und investieren sehr viel Arbeit und Zeit.
Das Preisgeld wird für die weitere Projektarbeit eingesetzt.




